Manhattan

Mixe den perfekten Manhattan: Ein kraftvoller Klassiker aus Rye Whiskey, Wermut und Bitters. Das Originalrezept für Kenner auf drimaco entdecken.

Ein Manhattan in einem Martiniglas, garniert mit einer Cocktailkirsche.
Stärkesehr stark
GlasCoupe- oder Martiniglas
BasisWhiskey
DekorationCocktailkirsche

Beschreibung

Der Manhattan ist weit mehr als nur ein Cocktail – er ist flüssige Zeitgeschichte und ein Symbol für die Eleganz des alten New Yorks. Seine Entstehung ist eng mit dem prestigeträchtigen Manhattan Club verbunden, wo er um das Jahr 1870 erstmals serviert worden sein soll. Legenden besagen, dass der Drink zu Ehren einer Feierlichkeit für Jennie Jerome, die Mutter von Winston Churchill, kreiert wurde. Auch wenn Historiker heute an dieser spezifischen Anekdote zweifeln, bleibt der Manhattan der unangefochtene Aristokrat unter den Shortdrinks.

In seiner Struktur ist er ein Paradebeispiel für die perfekte Balance. Während ein Whiskey Sour mit Zitrusfrüchten arbeitet, setzt der Manhattan auf die Liaison zwischen Getreidebrand und aromatisiertem Wein. Er gehört zu den „Big Five“ der klassischen Cocktails und bildet das Fundament für unzählige Variationen. Wer die würzige Tiefe eines gut gereiften Whiskeys schätzt und eine Vorliebe für Kräuternoten hat, findet im Manhattan seine spirituelle Heimat. Er ist weniger verspielt als ein Mint Julep, dafür aber direkter, kraftvoller und von einer zeitlosen Souveränität geprägt.

Zubereitung

  1. Vorkühlen: Ein Manhattan wird „up“ serviert, also ohne Eis im Glas. Daher ist ein eiskaltes Coupe- oder Martiniglas absolute Pflicht. Stelle es für mindestens 15 Minuten ins Gefrierfach.
  2. Das Rührglas: Gib den Rye Whiskey, den süßen Wermut und zwei kräftige Spritzer Angostura Bitters in ein mit großen Eiswürfeln gefülltes Rührglas.
  3. Die Technik: Rühre den Drink für etwa 30 Sekunden mit einem Barlöffel gleichmäßig um. Wichtig: Ein Manhattan wird niemals geschüttelt! Das Rühren verhindert, dass der Drink durch winzige Luftbläschen trüb wird, und sorgt für eine seidige, kristallklare Textur.
  4. Abseihen: Gieße den Cocktail durch ein Barsieb (Strainer) in das vorgekühlte Glas.
  5. Garnitur: Traditionell wird eine hochwertige Cocktailkirsche (am besten eine Amarena- oder Maraschino-Kirsche) in das Glas gegeben. Wer es etwas frischer mag, kann zusätzlich ein Stück Zitronenzeste über dem Glas ausdrücken.

Tipps für den perfekten Manhattan

Rye oder Bourbon?

Das Originalrezept verlangt nach Rye Whiskey. Durch seinen hohen Roggenanteil bringt er eine pfeffrige Würze mit, die ideal mit der Süße des Wermuts kontrastiert. Verwendest du stattdessen Bourbon, wird der Manhattan deutlich weicher und süßlicher, was ihn geschmacklich in die Nähe eines Banana Bird rückt, ohne dessen Cremigkeit zu besitzen. Wenn du die Stärke von Whiskey liebst, aber eine royale Komponente mit Champagner suchst, ist der Prince of Wales eine exzellente Empfehlung.

Wermut-Qualität

Der Wermut macht ein Drittel des Drinks aus – spare hier also nicht. Ein hochwertiger italienischer „Vermouth di Torino“ hebt den Manhattan auf ein neues Level. Falls du die Kräuternoten des Wermuts schätzt, aber Agave bevorzugst, solltest du unbedingt den Rosita probieren. Für Liebhaber von herben Gin-Klassikern ist der Negroni die logische Alternative.

Alkoholfreie Inspirationen

Einen Manhattan alkoholfrei zu kopieren ist schwierig, da er von der Tiefe des Whiskeys lebt. Wer jedoch nach einer komplexen Erfrischung sucht, die ebenfalls mit Kräutern und Früchten spielt, sollte zum Pimm's Cup oder dem alkoholfreien Virgin Hugo greifen. Ein Klassiker mit Grenadine, der ebenfalls in New York entstand, ist der Shirley Temple.

Ein Klassiker für den anspruchsvollen Gaumen

Der Manhattan ist ein „Gentleman’s Drink“, der keine Fehler verzeiht. Er ist deutlich potenter als ein Wodka Soda und verlangt nach mehr Aufmerksamkeit als ein Long Island Iced Tea.

Wer nach einem so kräftigen Drink Lust auf etwas Fruchtiges hat, findet im Banana Boat oder dem exotischen Cachaça Maracujá einen tollen Ausgleich. Für einen cremigen Abschluss des Abends empfehlen wir den White Russian oder den geschichteten B-52. Wenn du die Reinheit klarer Spirituosen bevorzugst, ist der Balalaika dein nächstes Ziel. Für ein historisches Rum-Erlebnis schau dir zudem den El Presidente an.


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